Werktagsgottesdienste in St. Magdalena

Grundstruktur:
Bitte beachten Sie dazu jeweils die aktuellen Gottesdienst-Termine.
Montag, 19:15 Uhr
Dienstag, 19 Uhr
Donnerstag, 6 Uhr
- in der Sommerzeit
- im Advent
Donnerstag, 19 Uhr
Freitag, 18 Uhr

Vesper - nur einmal im Monat, vor dem Schriftkreis
Eucharistie

Taizé-Morgenlob, anschl. Frühstück (Speisen bitte mitbringen)
Rorate-Messe, anschl. Frühstück (Speisen bitte mitbringen)
Eucharistie
Eucharistie

Erläuterung zur Tagzeitenliturgie / zum Stundengebet

Das Tagzeitengebet – oder auch „Stundengebet“ - ist eine uralte Form gemeinschaftlichen Betens, Hörens auf das Wort Gottes, Fürbitte für die Welt. Das Stundengebet gibt es in den christlichen Kirchen fast seit Beginn des Christentums, es hat sich verfestigt im Benediktinerorden. Gebetet werden die Psalmen, in Hymnen, alten und neuen Liedern wird Gott gepriesen, in einer Schriftlesung sein Wort verkündet und gehört, und es werden Fürbitten gehalten. Das Stundengebet ist getragen von Gebet und Stille. Es knüpft eng an das Beten Jesu Christi an, der als gläubiger Jude die Psalmen täglich gebetet hat, und im Vater-Unser das christliche Gebet schlechthin formulierte. Es wäre schön, wenn viele diese altehrwürdige Form des Gottesdienstes auch für sich ausprobieren oder wieder finden und regelmäßig auch gemeinschaftlich beleben möchten.

Das Stundengebet ist nicht nur in den Klöstern zuhause, nicht nur im Brevier der Pfarrer, nicht nur in den mittelalterlichen Gebetbüchern frommer Adeliger (vor allem der Frauen). Wir finden es im Gotteslob – Laudes, Vesper und Komplet – und immer mehr in den Gemeinden. Es ist eine Gottesdienstform, die mit und ohne Anwesenheit eines Priesters gefeiert werden kann. Sie verbindet die Konfessionen, wird in der evangelischen und katholischen Kirche genauso gefeiert wie in der byzantinischen. Es ist eine Form des Gottesdienstes, die auch jeder für sich allein – ohne gemeindliches Versammeln aber im Einklang mit dem Gebet der Kirche – mitvollziehen kann. Es ist damit eine
ökumenische, eine individuelle und doch gemeinschaftliche und für unsere Zeit vielleicht ganz aktuelle Form des Gottesdienstes.

Dr. Claudia Fabian
HM 17.1.2015